Rundschreiben 02/17

1. Fortbildungsveranstaltungen
2. Beratungsprojekt-Nährstoffvergleich
3. Bodenprobenaktion
4. Hinweis


Sehr geehrtes Mitglied,


1. Fortbildungsveranstaltungen
„Ökologische Bodenbewirtschaftung-effizient und standortangepasst“
am Dienstag, 07. März 2017, von 09:30-17:30 Uhr, am DLR Rheinpfalz, Hörsaal 1 (UG)
Seminargebühr: keine, Kostenbeitrag für Mittagessen und Tagungsgetränke 15,00 EUR
Inhalt: Bei der Bodenbearbeitung im ökologischen Weinbau sind vielerlei Punkte zu beachten. Deshalb werden die Aspekte Bodenpflege, Dünge- und Begrünungsmanagement im Rahmen dieses Seminars mit Fachvorträgen, aktuellen Erkenntnissen und praktischen Übungen vertieft.
Anmeldung bei Bioland LV RLPS, Frau Eva Mundkowski, Tel. 06131/2397942,
Fax: 06131/2397949, E-Mail: eva.mundkowski@bioland.de Anmeldeschluss: 28.02.2017

„Neuanlagen planen und umsetzen“
am Mittwoch, 08. März 2017, von 14:00-17:30 Uhr, am DLR Rheinpfalz, Hörsaal 1 (UG)
Seminargebühr: 20,00 EUR
Inhalt: Sortenwahl aus Sicht der Vermarktung; Rechtlicher Rahmen von Neuanlagen; Rebenpflanzgut (Umtriebsplanung und Pflanzgutbestellung); Pflanzung/Nachpflanzung; Bodenpflege im Jungfeld; Bodenprobe, Bodenanalytik, Nährstoffversorgung; Jungfeldpflege, richtiger Stockaufbau; Etablierung der neuen Schnittmethode nach Simonit&Sirch im Jungfeld.
Es wird um Anmeldung für das Seminar gebeten unter: Tel. 06321/671-438 (Frau Jendrzejowski), per Fax 06321/671-375 (z.Hd. Frau Jendrzejowski), email: petra.jendrzejowski@dlr.rlp.de oder per Post an die o.g. Adresse.
Anmeldeschluss: 24. Februar 2017

2. Beratungsprojekt -Nährstoffvergleich
Betriebe mit über 10 ha Ertragsrebfläche müssen die Nährstoffvergleiche für das Düngejahr 2016 bis 31. März 2017 erstellt haben. Dabei ist für den Nährstoff Stickstoff der Mittelwert aus den Jahren 2014, 2015 und 2016 zu berechnen. Dieser darf 60 kg N/ha nicht überschreiten. Die Obergrenze für den Phosphat-Mittelwert aus 2011 bis 2016 liegt bei 20 kg/ha Weitere Informationen kann man auch der Excel-Anwendung entnehmen unter: www.dlr.rlp.de / Wein / Weinbau-Oenologie / Weinbau / Fachinformationen / Düngung-Bodenpflege / Bemessung und Dokumentation / Nährstoffvergleich für Weinbaubetriebe oder Excel-Anwendung für Nährstoffvergleiche (Weinbau).
Bei der Nährstoffbilanzierung einzelner Betriebe werden oft zu hohe Überschüsse an Stickstoff und Phosphor festgestellt, deren Ursache ist in den seltensten Fällen auf einen übermäßigen Einsatz von Mineraldüngern zurückzuführen, sondern resultiert viel häufiger auf einen sehr großzügigen Einsatz von Humusdüngern.
Nach wie vor unterschätzen viele Winzer die mit den Humusdüngern verabreichten Nährstoffmengen! Deshalb dürfen mit einer Dreijahresgabe von Humusdüngern nicht mehr als 150 bis maximal 300 kg N/ha ausgebracht werden! Diese Menge entspricht 25 bis 50 t/ha Grünschnittkompost, 30 bis 60 t/ha frischem Pferdemist, 12 bis 25 t/ha Bioabfallkompost oder 20 bis 30 t (= ca. 40 bis 60 m3) Trester. Die enthaltenen Nährstoffe reichen für 3 bis 5 Jahre, so dass auf diesen Flächen in diesem Zeitraum keine weitere Düngung erfolgen darf. Das gilt auch für Weinberge, die mit Trester gedüngt wurden. Hier fehlt in den Folgejahren lediglich Magnesium. Gegebenenfalls ist eine Zugabe von ca. 10 bis 25 kg MgO/ha/Jahr angebracht. Auf neutralen und basischen Böden sinnvollerweise mit Kieserit, auf sauren Böden mit magnesiumhaltigen Kalken. (Quelle: Rebschutz- und Weinbauinformationsdienst Pfalz Mitt. Nr.2, 2017, DLR Rheinpfalz)

3. Bodenprobenaktion
Auch im Winter 2016/ Frühjahr 2017 bieten wir Ihnen die Teilnahme an einer gemeinsamen Bodenuntersuchungsaktion an. Parzellen, die vor dem Jahr 2011 letztmalig untersucht wurden, müssen neu beprobt werden. Laut Richtlinien sind je 1 Hektar Rebfläche, bzw. von jeder Parzellengruppe, in jeweils einer repräsentativen Leitparzelle Phosphat, Kali, Magnesium, Humus und pH-Wert im sechsjährigen Abstand zu ermitteln. Die gleichen Untersuchungen müssen in allen übrigen Parzellen mit über 25 Ar Fläche vor einer Wiederanpflanzung durchgeführt werden. Generell ist eine Probe des Oberbodens (0-30 cm) ausreichend. Vor einer Neubepflanzung wird eine Bodenuntersuchung auch des Unterbodens (30-60 cm) empfohlen. Die Bodenproben können Sie in der KUW-Geschäftsstelle abgeben. Zur Analyse leite ich Ihre Proben an das Bodenlabor der LUFA Speyer weiter.
Leider hat die LUFA die Abwicklung der Bodenprobenaktion geändert und umständlich sowie arbeitsintensiv für den Beratungsring gemacht. Die Anlieferung, Zusendung der Analysenergebnisse und die Gebührenabrechnung erfolgt jetzt nur noch direkt über den Beratungsring. Die Mitgliedsbetriebe erhalten dann vom KUW die Ergebnisse und eine Rechnung über die überwiesenen Gebühren für die Bodenanalysen.
Die LUFA Speyer bietet uns sehr günstige Konditionen an, allerdings ist der Aktionszeitraum auf 3 Monate begrenzt, auf den Zeitraum 01.12.2016 bis 28.02.2017. Die LUFA berechnet jetzt den KUW-Mitgliedern, bei Probeneingang bis 28.02.2017, die Volluntersuchung inkl. Bor und Humus mit 14,30 EUR.
Bei einem Probeeingang ab dem 01. März berechnet die LUFA für die Bodenanalyse 16,25 EUR.

4. Hinweis
Die Geschäftsstelle des Beratungsringes KUW Pfalz ist am Rosenmontag, den 27.02. 2017, nicht besetzt!


Mit freundlichen Grüßen

Dr. Erhard Sopp